Aus allen Nähten platzendem Betrieb gelingt am Hauptsitz mithilfe des Oberbürgermeisters dringend nötige Erweiterung
 
Altenburg. Jahr für Jahr zweistellige Wachstumsraten sind für ein Unternehmen eigentlich Grund zur Freude. Doch die Firma „MCS“ (Medium Control Systeme) stellte der wirtschaftliche Erfolg vor ein Problem: in den angestammten Räumen und Werkstätten im Hauptsitz in der Borngasse in Altenburg-Zschernitzsch wurde es zu eng. So erwog der Hersteller von Gaswarnanlagen eine Verlagerung des Firmensitzes.
 
 
Davon hörte Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) und bot einer Mitteilung der Stadtverwaltung zufolge gemeinsam mit seinem Wirtschaftsförderer Tino Scharschmidt Unterstützung an, um MCS in Altenburg zu halten. Und das gelang: Durch einen in kurzer Zeit realisierten Anbau, der erst seit einigen Tagen genutzt wird, konnte der benötigte Platz geschaffen werden. So wurden zwei zusätzliche Büros, ein Prüfraum, ein Sozialtrakt, ein Innen- und Außenlager sowie acht PKW-Stellplätze geschaffen.
 
Die nun gefundene Lösung liegt sowohl im Interesse von MCS als auch im Interesse der Stadt, heißt es in der Meldung. Kürzlich kam der Oberbürgermeister zu einem Firmenbesuch in die Borngasse, um sich ein Bild von den aktuellen Arbeitsbedingungen zu machen. Renee Hagenest, einer der beiden Geschäftsführer, zeigte dem Stadtoberhaupt die Firma, insbesondere den durch den Anbau geschaffenen Gebäudeteil und berichtete über Entwicklung und Perspektiven von MCS.
Die Gründung des Betriebs liegt mittlerweile 17 Jahre zurück. Begonnen hat MCS als Zwei-Mann-Betrieb, heute gehören zwölf Fachkräfte zum Unternehmen, darunter ein Auszubildender.
 
MCS ist europaweit und international, seit anderthalb Jahren auch in Dubai und Abu Dhabi, tätig. Zum Leistungsspektrum zählen unter anderem die  Entwicklung, Planung, Konzeption, Montage und Inbetriebnahme von Gaswarnanlagen. Zu den Kunden gehören Universitäten, Forschungseinrichtungen, Kliniken, Einkaufszentren und Sportstätten. Gaswarnanlagen sind bei bestimmten Bauvorhaben, etwa Tiefgaragen und Laboren, gesetzlich vorgeschrieben.
 
Die Referenzliste von MCS ist beeindruckend, Gaswarnanlagen aus Altenburg-Zschernitzsch wurden beispielsweise im Berliner Olympiastadion und der Hamburger Elbphilharmonie eingebaut. Der Jahresumsatz von MCS liegt bei fünf Millionen Euro.
 
Renee Hagenest blickt zuversichtlich voraus, die Auftragsbücher der Firma sind voll. Gleichwohl schilderte er dem Oberbürgermeister ein Problem: Es sei schwer, geeignete Fachkräfte zu finden. Das Stadtoberhaupt nahm sich für den Besuch bei MCS knapp zwei Stunden Zeit. Nach dem Rundgang äußerte sich der Oberbürgermeister zufrieden über das Erreichte.
 
Für ihn ist MCS ein positives Beispiel, das Schule machen sollte. „Wenn ansässige Unternehmen expandieren wollen, stehen wir gern mit Rat und Tat zur Seite. Ich bin sicher, dass wir am Standort Altenburg eine Lösung finden, wir verfügen über große wirtschaftliche Potenziale“, sagte das Stadtoberhaupt.